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Jahreshauptversammlung 2026 der Traaser Schaustecker mit großen Emotionen, bewegenden Momenten und Übergabe des Staffelholzes an Sebastian Brückel

Ein Tagesordnungspunkt überlagerte in diesem Jahr die ansonsten geschäftsmäßig u. zügig durchgeführte Jahreshauptversammlung der Schaustecker am 14.04.2026 im Traiser Kulturhaus:

Die Grand Dame der Traaser Schaustecker, Heike Sames, nahm nach 25 Jahren Abschied als 1. Vorsitzende. Sie war 2005 Gründungsmitglied des Vereins u. hat diesen über die Jahre geleitet, geprägt und mit viel Herzblut voran gebracht. Obwohl ihre Tätigkeit im Vorstand hier endet ist dies, so hoffen die Schaustecker, kein endgültiger Abschied. In mehr als 20 Rollen hat sie die Zuschauer mit ihrer unverwechselbaren Art und ihrem treffsicheren Humor unterhalten und die Schaustecker bauen auch weiterhin auf ihr schauspielerisches Talent.

Der neu gewählte 1. Vorsitzende Sebastian Brückel, ebenfalls ein Urgewächs der Schaustecker u. dem Verein mit ebenso viel Herzblut verbunden, hielt die Laudatio für sie in humorvollen Reimen und in der von Heike Sames so geliebten Traaser Mundart. Er sprach damit den großen Dank der Schaustecker für die über die Jahre geleistete Arbeit aus. In Anlehnung an das erfolgreiche Theaterstück „Alarm im Grandhotel“ aus dem Januar diesen Jahres, widmeten ihr dann Elena Hitzel und Sven Häuser noch die auf „unsere Heike“ zugeschnittene Interpretation des Liedes „Nur nicht aus Liebe weinen“, die zum Ende hin noch durch den gesamten Schaustecker-Background-Chor erweitert wurde und schließlich in stehendem Applaus des ganzen Saales mündete. Ein würdiger Abschluss für Heikes so langjährige und herausragende Arbeit im Verein.

Fast zur Randnotiz, aber satzungsgemäß wichtig, geriet an diesem emotionalen Abend die Neuwahl des Vorstandes. Auch hier gab es Veränderungen. Verabschiedet wurde Charlotte Brückel als langjährige Schriftführerin, auf sie folgt nun Natalie Stede, die Zuschauer kennen sie als „unsere Regisseurin“. Ebenfalls neu im Vorstand ist Tamara Marsteller, die seit Jahren mitverantwortlich zeichnet für die Maske und dann natürlich Sebastian Brückel als neuer 1. Vorsitzender.

Auch hier gab es selbstverständlich ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit und den „Neuen“, wünschte man ein gutes Händchen und viel Freude an ihrer neuen Position im Vorstand der Theatergruppe.

Der neue Vorstand - schon jetzt eine runde Sache

Ulli Hitzel, Lars Hoppe, Sebastian Brückel, Tamara Marstaller, Michael Brückel, Natalie Stede, Marion Muck

(es fehlt Martin Sames)

Das neue und alte Vorstandsteam und ein großes Dankeschön für Heike Sames

 

Alarm im Kulturhaus Trais-Münzenberg - Theatertage im Januar 2026

Mit der Auswahl des Theaterstückes „Alarm im Grandhotel“ von Michael McKeever bewiesen die Traaser Schaustecker, zum Ausklang ihres Jubiläumsjahres, wieder einmal ein sehr gutes Händchen und überzeugten die Zuschauer im Traiser Kulturhaus, über drei Wochen hinweg, mit erstklassigem Theater. Das Stück erinnerte mit seinem hohen Tempo, den unerwarteten Wendungen, Wortwitz und Situationskomik an die Verwechslungskomödien der 40er und wurde bereits auf vielen großen Bühnen gespielt. Die Schaustecker meisterten diese große Herausforderung mit Bravour. Das Ensemble unter der Leitung von Regisseurin Natalie Stede, sprühte vor Spielwitz und unbändiger Spielfreude und erntete am Ende jeweils vollauf verdiente stehende Ovationen.

Der Stoff aus dem die Handlung war:

Das turbulente Wiedersehen zweier exzentrischer Diven, ein dem Nervenzusammenbruch naher Hoteldirektor und jede Menge schräger und turbulenter Verwicklungen trieben die Handlung unablässig voran. Dabei startete die Komödie harmonisch beschwingt mit der Gesangseinlage „Jawohl meine Herren“ der beiden Pagen Frank und Otto. Doch bereits mit dem Eintreffen des Hoteldirektors Bernhard S. Dethard verpuffte die Illusion von „wir tun, was uns gefällt“. Es hagelte Instruktionen, denn die Ankunft der berühmten Bühnenstars und das bevorstehende Benefiz-Konzert im immerhin feinsten Hotel am Platze - dem Dolce Bad Nauheim – verlangten nach perfekter Organisation. Und noch während Direktor Dethard überlebenswichtige Arrangements treffen musste, nervte auch schon die Schirmherrin des Abends, Annette von Dühberg mit ihren ständigen Sonderwünschen. Dann wurde es mondän in der frisch renovierten Luxus-Suite des Hauses. Claudia McFadden, die glamouröse aber launenhafte Diva, rauschte mitsamt ihres unter Dauerfeuer stehendem Assistenten Pippet und ihrem Schoßhündchen Herr Lehmann herein. Und natürlich erwartete sie in ihrer Suite ein Meer weißer Rosen und eine stets gefüllte Kanne Martini. Doch dann kommt es, trotz penibler Anweisungen des unermüdlichen Hoteldirektors, zu einem folgenreichen Missgeschick: Athena Sinclaire, die zweite berühmte Künstlerin und Diva des Abends, wurde versehentlich in die gleiche Suite eingebucht. Extravagant und amourösen Abenteuern mit gutaussehenden Feuerwehrmännern nicht abgeneigt, nahm auch sie die ihr zustehende, beste Suite des Hauses in Beschlag. Nur, dass sie weiße Rosen genauso hasst wie ihre Erzrivalin McFadden. Derweil ist ihre unermüdliche Assistentin Muriel nicht nur um ständige Schadensbegrenzung bemüht, sondern frischt auch heimlich ihre alte Liebe zum Hotelpagen Frank auf, der mit einem Strauß roter Rosen dann schließlich auch noch den Assistenten Pippet in einen falschen Verdacht geraten lässt. Zu allem Überfluss, sind sich die beiden Diven nicht nur spinnefeind, sondern füllen mit ihren öffentlichen Handgreiflichkeiten regelmäßig die Titelseiten der Klatschpresse. Kurzum es fliegen die Fetzen, wenn sie aufeinandertreffen. Hoteldirektor Dethard und sein Team hatten also alle Hände voll zu tun, damit sich die Kontrahentinnen nicht über den Weg laufen. Ein gefundenes Fressen für die Klatschreporterin des Licher Wochenblattes Dora del Rio, die sich heimlich einschlich, aber nicht ahnte, dass ihr statt medialer Höhenflüge eine Bauchlandung im Pool und ein Schattendasein im Schrank bevorstanden. Natürlich eskaliert die chaotische Situation schon bald und der heiter-turbulente Wahnsinn nahm seinen Lauf. Was allerdings keiner ahnte, aber ein stiller, gemeinsamer Moment der Diven ausschließlich dem Zuschauer offenbarte, hinter dem Zickenkrieg steckt simples Kalkül der „ Immer-noch-Freundinnen“ getreu dem Motto: Ein guter Ruf geht weit, ein schlechter noch viel weiter.”

Szene Alarm

Ensemble auf der Bühne

Nicht zuletzt aufgrund der großartigen Regieleistung von Natalie Stede, die die Akteure in der Probenzeit mit ihren Ideen zu immer neuen Späßen und kreativem Ausprobieren antrieb, fand sich jede Spielerin und jeder Spieler in seiner Paraderolle wieder und füllte diese mit Leidenschaft:

Natalie

Sven Häuser verkörperte die Rolle des Hoteldirektors Bernhard S. Dethard brillant und ließ die Zuschauer teilhaben am Niedergang seiner Autorität. Bis hin zu atemloser Not, in der er zusehends händeringender und himmelschreiend witzig versuchte, die unausweichliche Katastrophe zu verhindern. Seine Meisterinnen fand er dabei in Claudia McFadden (Elena Hitzel) und Athena Sinclair (Vanessa Stania). Sie hauchten den Diven mit Eleganz, Extravaganz, Allüren und Eitelkeiten gekonnt Leben ein. Neben der überzeugenden Darstellung, schafften sie es mit ihrer Gesangseinlage „Nur nicht aus Liebe weinen“ das Publikum zu gewinnen und es Teil der Handlung werden zu lassen. Derweil spielten die Assistenzen der Diven um ihren Job und ihr „Überleben“. Michael Hippenstil verkörperte die Rolle des Pippet hervorragend und sorgte mit seiner Darstellung für viele köstliche Momente. Krissy Weiß zeigte ihr spielerisches Können bei der Darstellung der Muriel und wechselte immer wieder gekonnt zwischen der pflichtbewussten, der liebestrunkenen und der energischen Muriel. Herzzerreißend romantisch, oder einfach als Page mit besonderem Auftrag, überzeugte Lars Hoppe als Muriels  Sehnsuchtspartner Frank, mit all seiner schauspielerischen Leidenschaft. Die penetrante Klatschreporterin Dora del Rio kann alles nur nicht aufgeben. Selbst wenn sie zwischen Türen und Fronten gerät oder aus dem 5.Stockwerk im Pool landet, Krönchen richten und weiter gehts. Wiebke Boller verkörpert diese Rolle perfekt mit sonnigem Charme oder nervtötender Aufdringlichkeit. Und Marion Muck, sorgte mit ihrer Rolle als Annette von Dühberg für den Lokalkolorit im Stück und trieb die einen in den Wahnsinn und die anderen in die Lacher. Nicht zuletzt war auch Martin Sames, in der Rolle des Pagen Otto, äh Frank, oder doch Otto immer wieder ein Garant für große Erheiterung und Lacher beim Publikum.

Ein wirklicher „Gute Laune Abend im Grandhotel „Dolce“…  Chapeau!

Wir danken unseren Theaterbesuchern für die großartigen Rückmeldungen über die sozialen Netzwerke, per Mail und sogar per Brief. Das spornt uns natürlich an.

Ensemble im Back

Für das Bühnenbild zeichneten verantwortlich Astrid Brückel/Anita Krämer, Maske Tamara Marstaller/Astrid Brückel, Inspizienz/Technik Anni u. Ina Häuser, Souffleuse Ulli Hitzel.

Besonderer Dank geht natürlich auch an all die Unterstützerinnen und Unterstützer, die für den Auf- u. Abbau und die reibungslosen Abläufe und das Wohlbefinden der Theatergäste gesorgt haben.